Presse – Edition DeWinter

Der Wiesbadener – Zuerst Valerian

Der Wiesbadener – Zuerst Valerian

DER WIESBADENER

ZUERST VALERIAN
Zuerst Valerian ist der Titel eines Buches. Zuerst Valerian ist auch die Überschrift einer Kolumne, die täglich gelesen wurde. Und wer ist Valerian? Das ist der Autor von Kolumne und Buch, Verleger des ersten eigenen Werkes: Valerian Valentino, alias Olaf Wagner, Wiesbadener und ganz schön kreativ.
Das nächste Buch ist schon in Bearbeitung. Es kommt zum Jahreswechsel auf den Markt – mit nachdenklichen Geschichten. Und danach will Valerian ein Märchen veröffentlichen. Und dann…
Viele Ideen hat er, der gelernte Koch, der das Wiesbadener Allerlei satt hatte und sich nach Ausbildung und einigen Arbeitsjahren erstmal auf die kanarische Insel Fuerteventura zurückzog, um bequeme Club-Urlauber auf Trab zu bringen. Mit den Damen flirten und mit den Herren von 17 bis 19 Uhr Volleyball spielen? Weit gefehlt. Etwas anspruchsvoller sind die Club-Freunde inzwischen schon. Sie wollen nicht nur mit Sport, Spiel und Spaß, sondern auch mit Lektüre versorgt werden. Eigens für sie zugeschnitten, wenn es geht. So wurde am sonnigen Strand eine Club-Zeitung produziert, die bei täglichem Erscheinen informativ, unterhaltsam und ansprechend zugleich, die spezifischen Bedürfnisse der Urlauber befriedigte. Hinzu kamen bald eine Zeitung für Kinder, ein Umwelt Magazin und ein ausgesprochenes Klatschheft. Abendfüllende Shows, die vom Multi-Talent geschrieben, inszeniert und teilweise selbst dargestellt wurden, rundeten das Clubangebot ab.
Als Chefredakteur der “Gazette” schrieb er eine Kolumne, die den Informationssalat aufgegriffen hat, der nicht nur den Urlauber, sondern jedermann tagtäglich berieselt. Von Königshäusern, Ozonlöchern, Tennisaffären und “In-Treffs” schreibt er mit einer kräftigen Portion Ironie, manchmal schreibt er sich auch schlicht etwas von der Seele; in jedem Fall liest sich “Zuerst Valerian” lockerleicht und flüssig. Wer das Buch mit in den Urlaub nehmen will, hat es sicherlich schon während der Wartezeit am Flughafen verschlungen, doch lohnt sich auch ein zweiter Lesedurchgang immer. Bücher schreiben ist ein Kindheitstraum, den er sich unbedingt erfüllen mußte. Warum: jemand, der Valerian Valentino nicht kennt, kauft das Buch und lernt ihn dadurch kennen. Das ist ihm schon gelungen.
Olaf-Valerian Wagner arbeitet nun nicht mehr als Animateur auf Fuerteventura. Inzwischen lebt er wieder in Wiesbaden und sucht einen neuen Job. Wenn es möglich ist, dann in der Werbung oder in einem Reisebüro. Die Arbeit soll abwechslungsreich sein und ihm Freiraum für seine Kreativität lassen. Valerian entscheidet sich jedoch bewußt für “Bodenständigkeit”, um die Verbindung zum wirklichen Leben zu erhalten. Man kann nur parodieren, was man genau kennt. (nib)

Quelle: Wiesbaden International, Nr.8, August 1991, Seite 17

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„Traumjob“ erwies sich alsbald als harte Arbeit

„Traumjob“ erwies sich alsbald als harte Arbeit

„TRAUMJOB“ ERWIES SICH ALSBALD ALS HARTE ARBEIT

Das Multitalent „Valerian“ alias Olaf Wagner
„Wenn ich etwas wirklich will, dann schaffe ich es auch“, ist der Leitspruch von „Valerian“, alias Olaf Wagner – Koch, Verwaltungsangestellter und Animateur. Erst 23 Jahre alt ist der geborene Wiesbadener, der bereits eine Anthologie mit Glossen veröffentlicht hat und einen weiteren Band mit besinnlichen Geschichten vorbereitet.
„Mit 16 wollte ich mein Hobby zum Beruf machen und lernte Koch“, erzählt Olaf Wagner. Er beendete die Ausbildung und wechselte zur Stadtverwaltung: Der Beruf des Kochs war für Olaf Wagner keine Lebensaufgabe. Die sah er eher in der Verwaltung: „Gesetze haben mich schon immer interessiert“. Ein Jahr lang arbeitete er bei der Stadt, dann bewarb er sich bei einem Touristik-Unternehmen als Animateur. „Nach einer Woche wurde ich eingestellt und nach Fuerteventura geschickt“, erinnert er sich.
Der „Traumjob“ erwies sich bald als harte Arbeit. „Von 8 Uhr morgens bis 24 Uhr in der Nacht mußten wir für die Gäste da sein, und das sechs Tage in der Woche“, sagt Wagner, der dennoch gerne an diese Zeit zurückdenkt. Während dieser zwei Jahre habe er Selbstdisziplin gelernt. „Auch über den Umgang mit Menschen habe ich viel erfahren, ich lernte zuhören und auf Menschen zugehen“. Gleichzeitig wurde Olaf Wagner bewußt, daß kaum jemand diese Eigenschaften besitzt. Um darauf aufmerksam zu machen, arbeitete er seine Erfahrungen in die drei Bühnenshows ein.
In den Shows, bei denen auch einmal die Clubgäste Rollen übernehmen, verpackte er ernsthafte Gedanken in eine heitere Form. Auch in den vier Club-Zeitungen setzt er sich in Glossen mit aktuellen Themen auseinander. „Damit die Texte auch einem breiten Publikum zugänglich werden, werden die Bühnentexte veröffentlicht“., berichtet Olaf Wagner über seine Pläne für die Zukunft. Auch Bühnen-Shows will er wieder machen und weitere Bücher schreiben. Um alle Vorhaben finanzieren zu können, arbeitet er in einem Reisebüro, denn: „Ein Hobby werde ich nicht mehr zum Beruf machen, Hobby soll Hobby bleiben.“

Quelle: Wiesbaden Tagblatt, Donnerstag, 01. August 1991,  Seite 15, oben-links

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